
Kronach/Weimar. Im Jubiläumsjahr der Wiedervereinigung tagte der Kreisverband der Jungen Union Kronach gemeinsam mit dem oberfränkischen JU Bezirksvorstand sowie dem Landesvorsitzenden der Jungen Union Thüringen, Mario Voigt, MdL, in Weimar. Gemeinsam diskutierten sie 20 Jahre nach der Wiedervereinigung über landkreis- und landesgrenzenüberschreitende Themen. Schnelles Internet, demografischer Wandel und die Abwanderung aus dem ländlichen Raum seien offene „Baustellen“ für beide Regionen, so JU Bezirksvorsitzende Kathrin Alte. JU Kreisrätin Daniela Fischer-Petersohn forderte, dass gerade junge Kommunalpolitiker hier nicht den Kopf in den Sand stecken können, sondern zukunftsweisende und innovative Vorschläge zur Verbesserung der Lebensbedingungen machen sollen. „Wie wir unsere Leistungsträger im grenznahen Raum halten, diese Frage nimmt uns niemand in der Landes- oder Bundesregierung ab“, so JU Kreisvorsitzender Jonas Geissler. Bayern und Thüringen können in diesen Fragen noch enger zusammen arbeiten. Auf Anregung der Jungen Union Kronach erklärte sich der JU Bezirksvorstand Oberfranken bereit im Jubiläumsjahr der Wiedervereinigung die ehemalige Grenzlandproblematik und ihre noch heute spürbaren Auswirkungen zu einem inhaltlichen Schwerpunkt zu machen. „Wir werden ein Zukunftskonzept erarbeiten, dass den Ansprüchen des ländlichen Raums mit all seinen Chancen, Risiken, Stärken und Schwächen gerecht wird. Hier gilt es insbesondere verstärkt auf Kooperationen und Eigeninitiative zu setzen“, erklärte JU Bezirksvorsitzende Kathrin Alte. JU Kreisvorstandsmitglieder Linda Löffler und Christian Fleischmann äußerten sich kritisch zum Fortbestehen des Solidarpaktes. Gerade aus Kronacher Sicht sei dieser nicht mehr nachvollziehbar. Mario Voigt, der auch Mitglied im Haushaltssausschuss des Thüringer Landtags ist, äußerte hierfür Verständnis. Allerdings räumte er ein: „Den Soli zahlen auch die Thüringer“. Jedoch sei sich Thüringen bewusst, dass der Solidarpakt 2019 auslaufe. Dies sei aber kein Grund, jetzt nicht offensiv an die Staatsfinanzen heran zugehen. „Unser Ziel ist es, vom Nehmer-Land im Länderfinanzausgleich zum Geber-Land zu werden“, so Mario Voigt. Um die guten Beziehungen weiter auszubauen, luden die Vertreter der Jungen Union aus Oberfranken und Thüringen zu einer gemeinsamen Veranstaltung im Jubiläumsjahr der Einheit am 2. Oktober 2010 an die Grenze zwischen Neustadt bei Coburg und Sonneberg ein.
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